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 Wochentliche Duisburgische ... Adresse und Intelligentz-Zettel  bis 1767

ab 1768 unter dem Namen

Wochentliche Duisburgische Anzeigen

"Gelehrte" Beiträge aus den Jahren 1739 bis 1769

 

Inhaltsverzeichnis nach Jahren geordnet:

 1739
1740 
1741 
1742 
1743 
1744 
1745 
1746 
1747 
1748 
 1749
1750 
1751 
1752 
1753 
1754 
1755 
1756 
1757 
1758 
1759 
1760 
1761 
1762 
1763 
1764 
1765 
1766 
1767 
1768 
 1769         

 

Wochentliche duisburgische auf das Interesse der Commercien, der clevischen, geldrischen, moers- und märckischen, auch umliegenden Landes Orten, eingerichtete Adresse- und Intelligentz-Zettel : woraus zu ersehen: was an beweg- und unbeweglichen Gütern zu kauffen und zu verkauffen, imgleichen was für Sachen zu verleyhen, zu lehnen, zu verspielen und zu verpachten vorkommen, verlohren, gefunden oder gestohlen worden, so dann Persohnen, welche etc.


 

„Im September diesen Jahres (1736) wurde der Anfang gemacht, wöchentlich einige Artikel von Gelehrten Sachen den hiesigen Intelligentz-Zeitungen zu inserieren, nachdem Se. Königl. Majestät hierzu eine besondere allergnädigste Ordre an den Professoren hatte ergehen lassen, und zwar dergestalt, daß solches präcise und unausbleiblich alle Wochen geschehen sollte in teutscher, reinen und verständlichen Sprache, von Sachen die curiös zu lesen, und so viel möglich, neu erfunden, dem Gemeinen Besten nützlich, oder doch angenehm, sie mögen nun von alten oder neuen Dingen handeln, ohne weitläufiges und abgeschmacktes Geschmier solcher Suppen, die hundertmal aufgewärmet, oder wovon ganze Bücher zu lesen sind; überdem, daß solches von allen und jeden Professoren ohne Unterschied, die deßfalls eine Ordre unter sich selber zu machen hätten, geschehen sollte, indem es doch keinem in seiner Fakultät oder Wissenschaft an besonderen Zufällen fehlen könnte, die mit Verschweigung oder Veränderung der Namen dem Publico nicht ohne Nutzen und Vergnügen könnten communizieret werden. Woraus zu ersehen, daß Se. Königl. Majestät dadurch nicht nur die Abnahme  der wöchentlichen Zeitungen, sondern auch die Aufnahme aller Wissenschaften befördern wollen, keineswegs aber dadurch Tür und Tor zur Zänckerei, Verunglimpfung, Ketzermacherei, oder sonstigen boshaften Einfällen eröffnen wollen, wie vielleicht im Anfang einbildische und hitzige Köpfe oder Splitter-Richter, die auch dazu keine Ordre erhalten, mögen geträumet haben.“

Johann Hildebrand Withof

 Weitere Informationen in: Johann Philipp Lorenz Withof-Biographie, Quellen und Anmerkungen 2014


„Praeliminar-Bericht / von dem unter Sr. Königl. Majestät in Preussen / Unsers allergnädigsten Herrn etc. Höchsten Approbation / auf Dero specialen Befehl in hiesigen Clevischen so wol als anderen Dero Landen und Provinzen zum dienst des Publici / und aufnehmen der Commercien Eingeführten gemeinen Nützlichen Intelligentz-Werk / Und darzu in Dero Stadt Duisburg Wöchentlich durch den Druck publicierenden Addresse- und Intelligentz-Zetteln.

Duisburg / druckts Johannes Sas / Universitäts Buchdrucker / Im Jahr 1727.

Es ist bereits durch die Erfahrung bestärcket / was vor ein Nutze einem Lande dadurch erwachse / wann nach dem Exempel anderer großen Residentz- auch Kauff- und Handels-Städte / publique Address-Häuser oder Intelligentz-Wercke aufgerichtet / und darauf gewisse Personen bestellet werden / bei welchen man über alles dasjenige / was das Publicum und die Commercien auf einigerley weise interessieren mag / als bey Einem gemeinen Stadt und Landes Comtoir, sein Verlangen und Anbringen melden / in ein gewisses Journal notieren / und zu jedermänniglichen Wissenschafft kund machen / auch darauf hinwiederum seine Antwort oder Intention erhalten / und so leichter mühe Addresse und Chalandise geben und machen kann: zumahlen durch dieses Mittel der menschlichen Societät Hülfe und Rath geschaffet/ die Commercien rege gemacht / allerhandt verkehrung in Kauff und Verkauffen / auch sonst Handel und Wandel überhaupt facilieret, insbesondere denen Kauff- und Handwercks-Leuten / welche Waren liegen / oder ein Stück Arbeit fertig haben / der Verkauf und Debit befordert. Denen die kapitalien auszuleihen / oder etwas zu lehnen benötiget / forts die ihre Profession, Dienst oder Arbeit anbieten / oder darum Nachsuchung thun / darzu Gelegenheit an die Hand gegeben, allerhand Subhastationen / Auctionen / Pfacht und Verzinsungen zu jedermanns Wissenschaft kund gethan, Verlust und Diebstahl / soviel es nur thunlich / entdecket, Reise und Schiffart / Fracht und Ladung zu Wasser und zu Lande befordert / in Summa ein jeder nach Nothdurfft und Verlangen gedienet / und darüber allerley nützliche Avertissements und Nachrichten communicirt und mitgeteilet werden....

Obgedachte wöchentliche Addresse und Intelligentz-Zettel sollen forthan vom Monat Majo ihren Anfang nehmen / und folgendes alle Dienstage gegen Mittag auf einen halben Bogen herausgegeben / und nach dem Exempel der Berlinischen / unter jedem Articul gehörige Sachen / und interessante Materien auf jedermanns Verlangen und Angehen darinnen gesetzet werden[1]...“



[1] Diese, wie weitere Informationen über die Intelligenz-Zettel stammen aus der Dissertation von Werner Brauksiepe über die Geschichte des Duisburger Zeitungswesens von 1727 - 1870 von 1937.

 

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